Borkener Blasorchester trumpfte in der Stadthalle groß auf
Filmmusiken aus „Harry Potter”, „Alice im Wunderland” oder „Hänsel und Gretel” ertönten am Sonntag in der Stadthalle. Unter dem Titel „Märchen, Mythen, Zauberei” hatte das Borkener Blasorchester zu einem märchenhaften Konzert eingeladen. Auch weihnachtliche Melodien durften in der Adventszeit nicht fehlen.
BORKEN (mge). Kein Konzert wie jedes andere – diesmal hatten sich die Verantwortlichen des Borkener Blasorchesters, allen voran Dirigent Markus Wellermann, eine Menge Außergewöhnliches einfallen lassen. Schon der Titel „Märchen, Mythen, Zauberei“ deutete Geheimnisvolles an. Die Besucher am Sonntagnachmittag in der vollbesetzten Stadthalle erwartete denn auch als Deko ein Hexenhaus und besenreitende Hexen sowie mystische Lichtsequenzen. Filmmusiken Natürlich gab es auch eine Menge guter Musik, zunächst vom Jugendorchester unter der Leitung von Jaroslaw Schönfeld, dann vom Hauptorchester, dem Markus Wellermann den Takt vorgab. Filmmusiken aus „Harry Potter“ und „Alice im Wunderland“ präsentierte zunächst das Jugendorchester. Die Jugendlichen zeigten sich hoch motiviert und gut vorbereitet. Für die durchweg ansprechenden Leistungen gab es viel Beifall vom Publikum. Ins Reich der Märchen entführte danach das Hauptorchester. Mit „Hänsel und Gretel“, mit der Musik von Engelbert Humperdinck, ge-schauspielert von Kindern und vorgelesen vom „Märchenonkel“ Kanonikus Uwe Börner im Ohrensessel. Allerdings wartete man vergebens auf die Hexe, dafür gab es ein vorzügliches Drummer-Solo und ein versöhnliches Ende mit dem Engel-Nachtgebet.
Dramatisches und Bezauberndes Musikalisch wie szenisch ging es munter weiter. Dargeboten wurde die „Hexe und die Heilige“. Wie die Geschichte so die Musik, zwischen ruhiger Idylle der Abtei und der Dramatik des Scheiterhaufens, zwischen pianissimo und crescendo schwankend – ein Meisterstück des Orchesters. Mit dem „Vilia-Lied“ aus der „Lustigen Witwe“ und einer einschmeichelnden Hexenpolka endete der erste Teil dann doch noch versöhnlich. Auch im zweiten Teil blieb die Atmosphäre weitgehend erhalten. Die Moderatoren Milene Galle und Thorben Köster erzählten, und das Orchester spielte Dramatisches aus „Die Schöne und das Biest“ und Bezauberndes aus „Mary Poppins“ – wenn auch bei Letzerem die Bühnentechnik leichte Tücken aufwies. Der Beamer arbeitete zeitversetzt. Weihnachtlichen Melodien Nach einer philosophischen Einleitung über das Wesen der Liebe erwies sich „Omens of Love“ als musikalische Beschreibung einer offenbar temperamentvollen Liebe. Mit weihnachtlichen Melodien auch bei der Zugabe endete das außergewöhnliche Konzert. Ein ganz neuer Ansatz mit viel Text und Spielszenen, das das große Publikum stürmisch beklatschte. Zu Recht. Quelle: Internetseite Borkener Zeitung vom 08.12.2014 Foto: mge